Vier-Milliarden-Spende für die Wimbacher Kapelle

Weltwirtschaftskrise und Inflation brachten das Bauprojekt in die Bredouille

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Der heute als Stadtarchiv dienende Blankartshof in Ahrweiler wechselte vor 35 Jahren von einer Erbengemeinschaft in den Besitz der Stadt über.

1. Dezember:

  • Am ersten Tag des neuen Monats ist es genau 130 Jahre her, dass der erste Zug über die Ahrtalstrecke bis hinauf nach Altenahr fuhr.

2. Dezember:

  • Heute vor zehn Jahren wurde in Bad Neuenahr erstmals die Weihnachtsgeschichte als „Lebende Krippe“ aufgeführt. Fast 1000 Kinder und Erwachsene schauten damals zu.

3. Dezember:

  • Der heutige Samstag ist der 75. Geburtstag von Rudolf Schmitt, der von 2001 bis zu seinem Tod im Jahr 2010 Seelsorger der katholischen Pfarreiengemeinschaft Obere Grafschaft war. Schmitts Wahlspruch ist unvergessen: „Wir sind vielleicht nicht die beste Pfarrei, bestimmt aber eine der fröhlichsten!“
  • Grund zum Feiern haben heute die Mitglieder der Niederlützinger Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiß“: Auf den Tag genau vor 50 Jahren wurde im Gasthaus der Geschwister Schmitz ihre Gesellschaft gegründet. Hans-Willi Wolf ist damals zum Gründungsvorsitzenden gewählt worden.

4. Dezember:

6. Dezember (Nikolaustag):

  • Am Nikolaustag des Jahres 1901 erblickte Hans Matschulla das Licht der Welt; sein Geburtstag jährt sich heute zum 115. Mal. Arbeiten des Malers, Bildhauers und Mitgründers der 1941 ins Leben gerufenen Are-Künstlergilde sind heute an vielen Stellen des AW-Kreises zu finden: Von Matschulla stammen beispielsweise das Hochkreuz auf dem Ahrtor-Friedhof in Ahrweiler, die Gruppe des St. Josefs-Seitenaltars in der St.-Johannes-Kirche Brohl und ein Holzrelief des heiligen Georg in der Burgkapelle „St. Antonius“ in Kreuzberg.

7. Dezember:

  • Auf diesen Mittwoch fällt der 65. Geburtstag von Kurt Quarz (CDU), der ab 1999 als Nachfolger von Lorenz Degen (SPD) Ortsvorsteher von Sinzig war.

8. Dezember:

  • Heute vor 95 wurde in Koblenz Heinz Korbach geboren. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den Männern der ersten Stunde – im Koblenzer Stadtrat, im Landtag von Rheinland-Pfalz und als Bürgermeister von Weißenthurm. Von 1965 bis 1973 war Korbach Landrat des Kreises Ahrweiler, bevor er 14 Jahre lang als Regierungspräsident die Bezirksregierung Koblenz führte. Heinz Korbach, der zu den Vätern des Rotweinwanderwegs gehört, starb im Jahr 2004.

9. Dezember:

13. Dezember:

  • Am heutigen Dienstag vor 85 Jahren, am 13. Dezember 1931, gründeten 14 Schützengesellschaften aus dem Kreis Ahrweiler den Schützenbund Rhein-Ahr. Neben dem drei Jahre zuvor gegründeten Brohltal-Schützenbund und dem Schützenbezirksverband Pellenz ist der Schützenbund Rhein-Ahr heute einer von drei Schützenbezirksverbänden, denen Schützengesellschaften aus dem Kreis Ahrweiler angehören.

15. Dezember:

  • Zwei Dutzend Frauen und Männer gründeten heute vor 15 Jahren im Hotel „Düsseldorfer Hof“ in Rolandseck die Karnevalsgesellschaft „Fährnarren Rolandseck“ und wählten Klaus Klein, den Initiator der Gründung, zum Vorsitzenden. Mit dem neuen Verein wollten die Karnevalisten aus dem Ort an die „Grosse Rolandsecker Carnevals Gesellschaft“ anknüpfen, die bis in die 1920er Jahre hinein in Rolandseck die Narretei pflegte.

16. Dezember:

  • Im sauerländischen Menden starb heute vor 260 Jahren, am 16. Dezember 1756, der Orgelbauer Balthasar König. Aus seiner Werkstatt stammt ein halbes Dutzend Orgeln in Kirchen des Kreises Ahrweiler.
  • Auf den Tag genau vor 150 Jahren gründeten 45 Männer und eine Frau den Darlehnskassenverein für die Bürgermeisterei Antweiler als ersten Darlehenskassenverein im heutigen Kreis Ahrweiler. Damit legten sie zugleich den Grundstein für die heutige Volksbank RheinAhrEifel.
  • Heute vor 55 Jahren machte sich die Tennisabteilung, die im Jahr 1957 innerhalb des Turnvereins Bad Niederbreisig 06 gegründet worden war, selbständig und gründete den Tennisclub „Blau-Weiß“ Bad Breisig.
  • Heute vor zehn Jahren trug sich der damalige Bundespräsident Horst Köhler ins Goldene Buch des Kreises Ahrweiler ein – anlässlich der Aufzeichnung des ZDF-Weihnachtskonzerts in Maria Laach für das Jahr 2006.

19. Dezember:

  • Am 19. Dezember 1926, heute vor 90 Jahren, weihte Anton Hammes, damals Dechant in Adenau, die katholische Pfarrkirche „St. Josef und St. Hubertus“ in Wimbach ein. Weil die Inflation die Finanzierung durcheinander gebracht hatte, war an dem kleinen Gotteshaus drei Jahre lang gebaut worden. Um das Bauprojekt zu retten, wurden allein bei der Grundsteinlegung fast vier Milliarden Mark gespendet.
  • Am heutigen Montag von 75 Jahren wurde in Engers der seit Jahrzehnten in Ahrweiler lebende Heimatforscher, -autor und Rektor i.R. Hans-Georg Klein geboren.

20. Dezember:

  • Am 20. Dezember 1951, heute vor 65 Jahren, starb der Trierer Erzbischof Franz Rudolf Bornewasser, Ehrenmitglied der St.-Sebastianus-Bürgerschützengesellschaft Ahrweiler.
  • Im Rahmen der Bonn-Berlin-Ausgleichsvereinbarung wurde heute vor 20 Jahren die Tourismus & Congress GmbH Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler gegründet.

22. Dezember:

  • Am 22. Dezember 1936, heute vor 80 Jahren, starb Josef Dickopf, der ab 1924 bis zu seinem Tod Pfarrer in Ahrweiler war und an den dort bis heute die Josef-Dickopf-Straße erinnert.
  • Am 22. Dezember 1981, heute vor 35 Jahren, kaufte die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler von der Erbengemeinschaft Jarre den 300 Jahre zuvor erbauten Blankartshof in der Ahrhut in Ahrweiler. Nach umfassender Sanierung zog dort im Jahr 2005 das Archiv der Kreisstadt ein.

24. Dezember (Heiligabend):

  • Heute vor 15 Jahren starb in Bad Bodendorf Heinrich Holstein, der vom 7. Juni 1963 bis zum Sommer 1983 Bürgermeister der Stadt Sinzig gewesen war.

26. Dezember:

  • Auf Anregung des Volksschullehrers Franz Ellerbrock wurde am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1896, heute vor 120 Jahren, in Nierendorf ein Kirchenbauverein gegründet. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass in den Jahren 1898 und 1899 oberhalb der später nach ihm benannten Franz-Ellerbrock-Straße die Katholische Filialkirche „St. Peter und St. Vinzenz“ gebaut werden konnte.

27. Dezember:

  • Der heutige Dienstag ist der 90. Geburtstag des von der Mosel stammenden Pfarrers i.R. Hans Buschmann. Nachdem er im Dezember 1993 in den Ruhestand gegangen war, zog er nach Sinzig, betreute aber noch die Gläubigen der katholischen Pfarrgemeinde „St. Michael“ in Franken und sorgte damit für eine wesentliche Entlastung des Sinziger Pastors Gerhard Hensel.

29. Dezember:

  • Heute ist der 500. Todestag des 1477 in Miltenberg am Main geborenen Johannes Butzbach, Prior der Abtei Laach. Er gilt heute als bedeutender Vertreter des rheinischen Klosterhumanismus.
  • Am 29. Dezember 1851, heute vor 165 Jahren, wurde Friedrich Wilhelm Beinhauer in sein Amt als Bürgermeister von Remagen eingeführt. Während seiner 28-jährigen Amtszeit wurden in der Stadt eine Petroleum-Straßenbeleuchtung eingeführt, die Kirchstraße gepflastert und der Marienbrunnen auf dem Markplatz erbaut.
  • Heute vor 40 Jahren, am 29. Dezember 1976, starb die Malerin, Gesangs- und Klavierlehrerin Marga Plachner-Nückel, die schon bald nach Gründung der Vereinigung Anfang 1041 Mitglied Are-Künstlergilde geworden war.

30. Dezember:

  • In Altenburg gibt es traditionell einen Rosenmontagszug. Jecken aus dem Ort, die diesen Umzug seit Jahren organisierten, gründeten am 30. Dezember 2011, heute vor fünf Jahren, in der Gaststätte „Im Wurstkessel“ den Fastelovendsverein „Aleburje Breiede“. Damit wollten sie nicht nur für den Umzug und weitere närrische Aktivitäten eine rechtsfähige Grundlage schaffen.

31. Dezember (Silvester):

  • Am 31. Dezember 1726, heute vor 290 Jahren und 135 Jahre nach seinem Tod, wurde Luigi von Gonzaga von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Besser bekannt unter dem St. Aloisius, wird er längst auch in vielen Orten des Kreises Ahrweiler verehrt, ganz besonders in Ahrweiler, wo etwa die Grundschule seinen Namen trägt.
  • Wegen Nachwuchsmangels und Überalterung verließen die Vinzentinerinnen heute vor 40 Jahren, zum Jahresende 1976, das Alten- und Pflegeheim „St. Vinzenz“ in Heimersheim. Die katholische Pfarrgemeinde „St. Mauritius“, die damals für die Ordensfrauen in die Bresche sprang und die Trägerschaft übernahm, teilte der Öffentlichkeit vor wenigen Wochen mit, dass das Heim im Laufe des Jahres 2017 geschlossen wird.
  • Der letzte Tag des Jahres 2016 ist zugleich der 15. Todestag von Hermann Comes. Der Oberwinter engagierte sich jahrzehntelang in der Kommunalpolitik, als Gerichtsschöffe, Heimatforscher und leidenschaftlicher Schütze. Außerdem war er Lokaljournalist für die Rhein-Zeitung im Stadtgebiet unterwegs. Nicht zuletzt aber war Fuchs „Erfinder“ und 19 Jahre lang Organisator des Goldenen Nachmittags, zu dem die Stadt Remagen einmal jährlich sämtliche Einwohner in die Rheinhalle einlädt, die 75 Jahre und älter sind oder die noch im jeweiligen Jahr 75 Jahre alt werden.

Der Kreis Ahrweiler – ein Kind des Wonnemonats

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Einer der drei Motorwagen der Elektrischen Gleislosen Bahn auf dem Marktplatz in Ahrweiler. Hinten links ist die Niederhutstraße zu sehen.

Der Mai ist der Monat des Aufbruchs, der Gründungen und Grundsteinlegungen, der Eröffnungen und Einweihungen, der Freigaben und Konsekrationen, wie ein Blick ins Archiv zeigt. Im Wonnemonat jährt sich aber auch ein Unglück, bei dem vor 70 Jahren in der Nähe von Honerath sechs Männer starben – als späte Opfer des Zweiten Weltkriegs, der ein Jahr zuvor zu Ende gegangen war.

1. Mai

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    Der ehemalige Grundstein erinnert heute im Bad Breisiger Kurpark an das einstige Kurhaus.

    Am 1. Mai 1876, am heutigen Sonntag vor 140 Jahren, legten Freimaurer den Grundstein für das im Jahr 2005 geschlossene und im Januar 2011 abgerissene Kurhaus von Bad Breisig. Der Museums- und Heimatverein des Kurstädtchens sicherte diesen Grundstein beim Abriss, ließ ihn von dem Steinmetz Ralf Bell-Schäffgen aufarbeiten und mit einem Sockel sowie einer Basalt-Abdeckung als Schutz versehen. Im August 2014 stellte der Verein den Stein zur Erinnerung wieder im Kurpark auf – zwar nicht in der Senke im Gelände, in der das Kurhaus einst stand, wohl aber wenige Meter davor, auf dem Weg dorthin. Männergesangverein „Liedertafel“ 1884 Bad Breisig und Männergesangverein „Sängerbund“ 1908 Oberbreisig gestalteten die Feststunde musikalische.  Und der katholische Pfarrer Günter Marmann sowie die evangelische Pfarrerin Inge Gaebel weihten den Stein als lebendigen Stein des Kurhauses ein, „in dem es Heilung gab und das Leben steppte“, wie es bei der Feier hieß.

2. Mai

  • Am 2. Mai 1861, vor 155 Jahren also und knapp zwei Jahre nach Baubeginn, weihten Hochwürden Reinhard Meyer, damals Pfarrer der Katholischen Pfarrgemeinde „Mariä Verkündigung“ Altenahr, und seine Amtsbrüder aus Dernau, Rech, Mayschoß, Kirchsahr und Houverath die Kapelle zur schmerzhaften Muttergottes in Reimerzhoven ein. Der Bau war notwendig geworden, nachdem die alte Kapelle, die etwas weiter flussabwärts an der Gemarkungsgrenze zu Laach gestanden hatte, bei der Ahr-Hochwasserkatastrophe am 21. Juli 1804 weggerissen worden war. Von der alten Kapelle ist später lediglich eine im Schlamm steckende Glocke wiedergefunden worden. Ein Basaltkreuz, in die Weinbergsmauer eingelassen, markiert noch heute den ehemaligen Standort.
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Der Vorstand der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr mit ihrem Ehrenvorsitzenden Klaus Neufang (3.v.r.) nach der Mitgliederversammlung vom Juni 2016: Falko Ritter (v.l.)), Pastor Friedemann Bach, Imad Mado, Werner Rex und Heinz Söndgen sowie Pélagie Wurms (v.r.) und Maria Müller. Foto: Eberhard Thomas Müller

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